27 March 2026, 10:32

Antiquitätenhändler Subhash Kapoor nach jahrzehntelangem Prozess verurteilt

Ein Museumsraum mit verschiedenen Kunstwerken, darunter Skulpturen, Tischobjekte, eine Texttafel, eine Wandmalerei und Deckenbeleuchtung im Mexiko-Stadt-Museum für Anthropologie.

Antiquitätenhändler Subhash Kapoor nach jahrzehntelangem Prozess verurteilt

Der Antiquitätenhändler Subhash Kapoor ist nach einem fast zehn Jahre dauernden Prozess in Indien verurteilt worden. Nun droht ihm nach Abschluss des Verfahrens die Auslieferung in die USA. Die Behörden bringen ihn mit einem der größten illegalen Kunsthandelsnetzwerke der Geschichte in Verbindung.

Kapoors juristische Probleme begannen Anfang der 2000er-Jahre, als Ermittler erstmals seinen Verdacht auf Beteiligung am illegalen Handel mit Kulturgütern äußerten. 2011 wurde er in Frankfurt am Main festgenommen, bevor er nach Indien ausgeliefert wurde. Dort musste er sich wegen Einbruchsdiebstahls und der illegalen Ausfuhr heiliger Götterstatuen aus dem Varadharaja-Perumal-Tempel in Kanchipuram vor Gericht verantworten.

Über 2.500 geraubte Artefakte im Wert von mehr als 143 Millionen US-Dollar wurden ihm zugeordnet. Jahre lang betrieb Kapoor in New Yorks noblem Stadtteil Upper East Side die renommierte Galerie Art of the Past, die als Tarnung für sein Schmuggelnetzwerk diente. Über sie schmuggelte er gestohlene Reliquien über internationale Grenzen.

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Letzte Woche sprach ein indisches Gericht das Urteil: Nach einem fast zehnjährigen Prozess wurde Kapoor schuldig gesprochen. Mit dem Abschluss der Verurteilung planen die US-Behörden nun seine Auslieferung, um ihn wegen weiterer Vorwürfe zur Rechenschaft zu ziehen. Der illegale Handel mit Antiquitäten bleibt ein milliardenschweres globales Geschäft – allein ein Bericht der Standard Chartered Bank aus dem Jahr 2018 schätzte das jährliche Volumen auf mehrere Milliarden Dollar.

Kapoors Verurteilung beendet ein wichtiges Kapitel im Kampf gegen den Schmugel mit Kulturgütern. Der Fall zeigt das Ausmaß des Schwarzmarktes, auf dem gestohlene Kunstschätze oft unentdeckt den Besitzer wechseln. Seine Auslieferung in die USA markiert die nächste Phase, um ihn für seine Rolle in diesem Handel zur Verantwortung zu ziehen.

Quelle