05 June 2026, 15:42

Avignon Festival feiert koreanische Performancekunst als Gastsprache 2024

Koreanische darstellende Künste, darunter eine Inszenierung von Han Kang, rücken im 80. Avignon-Festival ins Rampenlicht

Avignon Festival feiert koreanische Performancekunst als Gastsprache 2024

Das 80. Avignon Festival hat Koreanisch als offizielle Gastsprache gewählt – ein Novum für eine asiatische Sprache in der Geschichte der Veranstaltung. Vom 4. bis 25. Juli präsentiert das Festival neun Werke von sieben koreanischen Künstlern und rückt damit die lebendige Performanceszene des Landes in den Fokus.

Der künstlerische Leiter des Festivals, Tiago Rodrigues, lobte die Tiefe und Originalität koreanischer Aufführungen und Sprache. Er beschrieb sie als kraftvoll und voller kreativer Energie.

Das Programm entstand in Zusammenarbeit mit der Korea Arts Management Service und dem Seoul Performing Arts Festival. Zu den vorgestellten Künstlern gehört die Performerin Koo Ja-ha, die drei unterschiedliche Stücke zeigt: Kuckuck, Die Geschichte des koreanischen Westtheaters und Haribo Kimchi.

Die zeitgenössische Tänzerin Her Sung-im bringt 1 Grad Celsius auf die Bühne – ein Werk, das sich mit drängenden Umweltfragen auseinandersetzt. Weitere eingeladene Produktionen sind Lee Kyung-sungsInselgeschichte, Lee Jin-yeobsMulji, Lee Jar-ramsSchnee, Schnee, Schnee sowie KIN: Yeonhee Project 1 von Liquid Sound.

Auch eine szenische Lesung von Wir trennen uns nicht der Nobelpreisträgerin Han Kang – unter dem Titel Olseau neu aufgelegt – ist Teil des Programms.

Die Ausrichtung auf koreanische Kunst spiegelt deren wachsenden Einfluss in der globalen Performancekultur wider. Mit neun Produktionen aus Theater, Tanz und szenischen Lesungen bietet das Festival dem Publikum die seltene Gelegenheit, zeitgenössische koreanische Kreativität hautnah zu erleben.

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