Bergisch Gladbach kauft Sander-Straße-Gelände für neues Großprojekt
Branko JüttnerBergisch Gladbach kauft Sander-Straße-Gelände für neues Großprojekt
Die Stadt Bergisch Gladbach hat das Grundstück an der Sander Straße 37–47 erworben und leitet damit ein großes Sanierungs- und Entwicklungsprojekt ein. Die Abrissarbeiten laufen bereits, wobei der Verkäufer für die Beräumung des Geländes vor der Übergabe verantwortlich ist. Die Geschichte des Areals reicht von landwirtschaftlicher und Wohnnutzung im frühen 20. Jahrhundert bis hin zur industriellen Nutzung in den letzten Jahrzehnten.
Ursprünglich wurde das Grundstück im 20. Jahrhundert für Landwirtschaft und Wohnzwecke genutzt. Ab den 1990er-Jahren diente es als Standort für leichtindustrielle Betriebe und gewerbliche Lagerflächen, bevor es in den 2000er-Jahren für logistische Zwecke erweitert wurde. Mit dem Kauf durch die Stadt eröffnet sich nun die Möglichkeit einer Neugestaltung – unter anderem könnte dort eine neue Grundschule entstehen.
Bevor Bergisch Gladbach das Gelände vollständig übernimmt, muss der Verkäufer die Abrissarbeiten gemäß öffentlich-rechtlicher Genehmigungen abschließen. Das Grundstück ist zu beräumen, von Kontaminationen zu befreien und alle vertraglichen Auflagen müssen erfüllt sein, bevor die Übergabe stattfindet. Bereits vorliegen tun ein geotechnischer Bericht, eine Standsicherheitsprüfung der Böschungen sowie ein Abrisskonzept, die als Grundlage für die Arbeiten dienen.
Fachfirmen begleiten den Prozess und achten besonders auf die Standsicherheit der Böschungen, den Schutz angrenzender Grundstücke sowie die Verkehrssicherheit. Nach Abschluss der Abrissarbeiten wird ein abschließender Bericht vorgelegt. Die Stadt hat zugesichert, die Anwohner:innen während des gesamten Projekts auf dem Laufenden zu halten und Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung zu schaffen.
Das Grundstück an der Sander Straße 37–47 ist als unbeplanter Innenbereich ausgewiesen, was bedeutet, dass mögliche Neubauten sich in das bestehende Umfeld einfügen müssen. Sobald die Abrissarbeiten abgeschlossen und das Gelände übergeben ist, wird die Stadt über die künftige Nutzung entscheiden. Öffentliche Beteiligung und technische Gutachten werden die nächsten Schritte für den Standort prägen.