BSW und CDU streiten über Schulreformen und Lehrkräftemangel in Brandenburg
Leonhard PreißBSW und CDU streiten über Schulreformen und Lehrkräftemangel in Brandenburg
Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) in Brandenburg wendet sich gegen ihren ehemaligen Koalitionspartner – der Streit dreht sich um aktuelle Reformen im Schulwesen des Landes. Seit Anfang dieses Jahres müssen die meisten Lehrkräfte eine zusätzliche Wochenstunde unterrichten. Zudem strich der Haushalt 2025 insgesamt 345 Vollzeitstellen, was die Sorgen um die Personalausstattung weiter verschärft.
Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) macht diese Kürzungen für den aktuellen Lehrkräftemangel verantwortlich. Er argumentiert, dass Entscheidungen unter der damaligen SPD-BSW-Regierung die Schulen unterfinanziert zurückgelassen hätten. Hoffmann übernahm das Amt, nachdem die SPD es über 30 Jahre lang innegehabt hatte.
BSW-Landeschefin Benda weist Hoffmanns Vorwürfe als "lächerlich" zurück. Stattdessen wirft sie sowohl der CDU als auch der SPD jahrzehntelange Fehlentscheidungen in der Bildungspolitik vor. Ihre Kritik richtet sich auch gegen den früheren Finanzminister Robert Crumbach, ein BSW-Mitglied und ihr Vorgänger als Parteichef. Crumbach hatte gemeinsam mit Freiberg die umstrittenen Reformen während der Regierungszeit mitverantwortet.
Der Kurswechsel der BSW fällt in eine Phase, in der sich die Partei zunehmend von früheren Bündnissen distanziert. Bendas Äußerungen markieren einen klaren Bruch mit der Bildungspolitik der SPD in Brandenburg.
Der Konflikt belastet das Schulsystem des Landes weiter. Lehrkräftemangel und steigende Arbeitsbelastung bleiben ungelöst. Während sich BSW und CDU gegenseitig die Schuld zuschieben, kämpfen die Schulen weiterhin mit den Folgen der jüngsten politischen Weichenstellungen.






