17 April 2026, 06:37

Fünf neue Traditionen werden zum deutschen Kulturerbe erklärt

Alter deutscher Volksfestplakat mit Schloss- und Häuserillustration, begleitet von Text.

Fünf neue Traditionen werden zum deutschen Kulturerbe erklärt

Fünf neue Traditionen sind in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen worden. Dazu zählen nun die Straßenfußballkultur, die maßgeschneiderte Herrenschneiderei, die Bräuche rund um den Martinstag, die Schaustellertraditionen auf Volksfesten sowie der kleinteilige Fischfang in der Ostsee. Damit steigt die Gesamtzahl der anerkannten Bräuche und Praktiken auf 173.

Die UNESCO-Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes wurde 2003 verabschiedet. Seitdem sind 185 Länder – darunter Deutschland seit 2013 – dem Abkommen beigetreten. Das nationale Verzeichnis hebt kreative, inklusive und sich weiterentwickelnde Kulturformen hervor, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Bevor eine Tradition aufgenommen wird, prüft sie das Fachkomitee Immaterielles Kulturerbe in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Die neuesten Ergänzungen spiegeln die Vielfalt des deutschen Lebens wider – von urbanem Straßenfußball bis zu ländlichen Fischereimethoden.

Christoph Wulf, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission, betonte, dass immaterielles Kulturerbe dort entstehe, wo Menschen miteinander in Austausch treten und Wissen teilen. Katharina Binz, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, ergänzte, dass Traditionen lebendig blieben, wenn sich Gemeinschaften aktiv einbrächten. Wolfram Weimer, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, bezeichnete diese Praktiken als die "lebendigen Wurzeln moderner kultureller Identität".

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Das aktualisierte Verzeichnis umfasst nun 173 kulturelle Traditionen in ganz Deutschland. Jeder Eintrag steht für eine Praxis, die über Generationen weitergegeben und von lokalen Gemeinschaften geprägt wurde. Die Neuzugänge unterstreichen das Engagement des Landes, sowohl alltagsnahe als auch festliche Bräuche zu bewahren.

Quelle