19 June 2026, 12:29

Jan van Aken verlässt die Linke – ein Rücktritt mit Folgen für die Partei

Bald wieder im Hoodie zu sehen

Jan van Aken verlässt die Linke – ein Rücktritt mit Folgen für die Partei

Jan van Aken tritt als Vorsitzender der Linkspartei zurück. Sein Abschied markiert einen Wendepunkt für eine Partei, die häufig von internen Konflikten geprägt war. Er hinterlässt ein Erbe des Wachstums und mutiger politischer Strategien.

Van Aken übernahm gemeinsam mit Ines Schwerdtner die Führung und belebte damit die Geschicke der Partei neu. Unter ihrer Doppelspitze stieg die Unterstützung für die Linke von nur 2–3 Prozent auf 8,8 Prozent bei der Bundestagswahl im Februar 2025. In dieser Zeit wechselten über 700.000 Wähler – viele enttäuscht von den Grünen – zur Linken.

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Das Duo sprach besonders ältere Wähler an. Zudem verhalf ihre Zusammenarbeit der Partei zu mehr Glaubwürdigkeit in der Außenpolitik. Bei seiner letzten Pressekonferenz inszenierte van Aken einen überraschenden Auftritt, als er eine schwarze Kiste enthüllte, auf der Schwerdtner zuvor gestanden hatte.

Sein rhetorischer Stil wurde oft als populistisch und direkt kritisiert. Dennoch katapultierten seine Taktiken die Linke immer wieder in den medialen Fokus. In einem überraschenden Geständnis gab er Journalisten zu, er und Schwerdtner hätten die Öffentlichkeit „zwei Jahre lang an der Nase herumgeführt“. Gleichzeitig dankte er Schwerdtner für ihre herausragenden Leistungen.

Seine Amtszeit als Parteichef gehörte zu den kürzesten in der Geschichte der Linken. Dennoch war sein Einfluss unübersehbar. Luigi Pantisano gilt nun als aussichtsreichster Kandidat für seine Nachfolge.

Van Akens Rücktritt erfolgte freiwillig. Seine Führung verhalf der Partei zu neuer Sichtbarkeit und Wahlerfolgen. Die Linke steht nun vor einem Übergang und muss auf dem Fundament aufbauen, das er mitgeprägt hat.

Quelle