Mainz plant Großbaustellen – Verkehrschaos droht im zweiten Halbjahr
Mainz kündigt große Bauprojekte an – Verkehrschaos im zweiten Halbjahr erwartet
Die Stadt Mainz hat eine Reihe umfangreicher Bauvorhaben angekündigt, die den Verkehr in der zweiten Jahreshälfte erheblich beeinträchtigen werden. Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger stellte Pläne vor, die Straßenbahnlinien, Straßen und Versorgungsnetze in den kommenden Monaten betreffen werden.
Die Arbeiten an der Straßenbahnstrecke nach Hechtsheim beginnen in den Sommerferien an der Kreuzung nahe der Haltestelle Pariser Tor. Die dortige Straße soll nach drei Wochen Sanierung wieder freigegeben werden. Für Anwohner bedeutet dies jedoch langfristige Einschränkungen: Bis 2027 werden Ersatzbusse eingesetzt, während Gleise erneuert und Barrierefreiheitsmaßnahmen umgesetzt werden.
In der Altstadt stehen in den Sommerferien Kabelarbeiten auf der Münsterstraße, der Neuen Universitätsstraße und der Kleinen Langgasse an. Die Kleine Langgasse wird für vier Wochen vollständig gesperrt, während andere Straßen teilweise befahrbar bleiben. Gleichzeitig wird die Hochbrücke, die den Mainzer Hauptbahnhof mit Mombach verbindet, bis 2029 im Rahmen von Sanierungsarbeiten wiederholt voll gesperrt.
Auch das Fernwärmenetz wird in diesem Sommer ausgebaut. In der Umbachstraße und der Holzhofstraße gilt während der Verlegung neuer Leitungen eine Einbahnstraßenregelung. In der Nähe werden zudem das Schneckenburger Areal und die Universitätsmedizin in der Oberstadt an das Netz angeschlossen – hier sind jedoch keine Vollsperrungen geplant.
Später im Jahr wird die Pariser Straße (B40) in Bretzenheim für die Sanierung der Brücken nahe der Haifa-Allee und der Albert-Stohr-Straße komplett gesperrt. Die Maßnahme ist für den Herbst vorgesehen und verschärft die Verkehrssituation für Autofahrer und Pendler weiter.
Die Projekte sollen langfristig die Infrastruktur verbessern, werden kurzfristig jedoch zu erheblichen Verzögerungen führen. Straßenbahnfahrgäste, Autofahrer und Fußgänger in den betroffenen Gebieten werden aufgefordert, wo möglich Ausweichrouten zu planen. Die meisten Arbeiten sind bewusst in die Schulferien gelegt, um die Belastung für den täglichen Berufsverkehr zu verringern.






