19 June 2026, 14:25

Marzahn Pride setzt mit siebter Parade Zeichen gegen Queerfeindlichkeit und Rassismus

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahn Pride setzt mit siebter Parade Zeichen gegen Queerfeindlichkeit und Rassismus

Marzahn Pride veranstaltet in diesem Jahr seinen siebten jährlichen Marsch – mit dem Ziel, die Diskriminierung von queeren Geflüchteten und Migrant:innen in den Fokus zu rücken. Die Organisator:innen haben ein ganztägiges Programm geplant, das um 12 Uhr mit einer Parade beginnt.

Der Umzug startet an der Allee der Kosmonauten und wird mit Reden von Vanessa Krah, der Queer-Beauftragten des Bezirks, sowie Gordon Lemm eröffnet. Ab 14:30 Uhr folgt ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs und Streetfood.

Veranstalter ist Quarteera e.V., eine Initiative, die queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus unterstützt. Im vergangenen Jahr sah sich die Veranstaltung mit Drohungen der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran (DJV) konfrontiert.

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2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Angriffen betroffen. Marzahn, mit seinem hohen Migrant:innenanteil, bleibt ein Ziel solcher Gruppen. Krah warnt, dass die Bedrohungslage nicht unterschätzt werden dürfe – auch wenn bisher keine rechtsextremen Mobilisierungen gegen die diesjährige Veranstaltung bekannt geworden sind.

Der Marsch und das Fest finden wie geplant statt. Angesichts vergangener Vorfälle und der allgemeinen Gefahrenlage bleiben Organisator:innen und lokale Behörden jedoch wachsam. Die Veranstaltung will Sichtbarkeit und Solidarität für queere Communities im Bezirk stärken.

Quelle