NRW-Innenminister Reul greift Fußballvereine wegen lascher Rowdy-Bekämpfung an
Jacob FiebigNRW-Innenminister Reul greift Fußballvereine wegen lascher Rowdy-Bekämpfung an
Innenminister Herbert Reul aus Nordrhein-Westfalen hat Fußballvereine für ihren Umgang mit Stadionrowdys scharf kritisiert. Seiner Ansicht nach versäumen es die Clubs, Störenfriede trotz umfangreicher Überwachung ausreichend zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.
Reul stellt infrage, warum bei der Stadionabsicherung überhaupt über Kosten diskutiert werde. Er betont, dass die Gewährleistung der Sicherheit in Stadien eine staatliche Aufgabe sei und nicht von der privaten Finanzierung der Vereine abhängen dürfe.
Zudem deutet er an, dass die Vereine möglicherweise aus Angst vor den eigenen Ultra-Fans zögern, konsequent zu handeln. Um Verzögerungen in den Verfahren entgegenzuwirken, schlägt Reul vor, Vereine, die nicht zeitnah gegen Straftäter vorgehen, mit Sanktionen zu belegen – notfalls durch neue gesetzliche Regelungen.
Die Äußerungen des Ministers unterstreichen die Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit des aktuellen Systems. Reul ist überzeugt, dass strengere Maßnahmen notwendig sind, um die Verantwortung der Vereine durchzusetzen. Sollten diese ihre Vorgehensweise bei Stadionvergehen nicht verbessern, könnten rechtliche Konsequenzen drohen.






