Offenbach übersteht die Energiekrise durch klugen Zusammenhalt und Sparmaßnahmen
Klaus TrommlerOffenbach übersteht die Energiekrise durch klugen Zusammenhalt und Sparmaßnahmen
Offenbach meistert die Winter-Energiekrise dank gemeinsamer Anstrengungen
Dank des Zusammenwirkens von Bürgern, Stadtverwaltung, Unternehmen und lokalen Initiativen hat Offenbach die Energiekrise des Winters erfolgreich bewältigt. Nach dem Stopp der russischen Gaslieferungen infolge des Ukraine-Kriegs führte die Stadt strenge Energiesparmaßnahmen ein, die während der kältesten Monate eine stabile Wärme- und Stromversorgung für Haushalte und Betriebe sicherten.
Als die Gaslieferungen ausblieben, handelte Offenbach schnell, um den Verbrauch zu senken. Priorität hatte der Schutz der Grundversorgung für Privathaushalte und Unternehmen im Winter. Bis Februar konnte die Stadt den Wärmeverbrauch in öffentlichen Gebäuden um bis zu 43 Prozent reduzieren.
In einigen Bereichen fielen die Einsparungen sogar höher aus als erwartet: Allein im letzten Quartal 2022 sank der Heizbedarf in kommunalen und städtischen Liegenschaften um 35,5 Prozent – und übertraf damit das ursprüngliche Ziel von 20 Prozent deutlich.
Viele der vorübergehenden Maßnahmen werden nun vorerst ausgesetzt, stehen aber bei Bedarf wieder zur Verfügung. Allerdings bleibt die nächtliche Dimmung der Straßenlaternen bestehen, da diese auf Akzeptanz stieß und im Sommer weniger ins Gewicht fällt. Auch digitale Aufrüstungen in Schulen veränderten die Energiebilanz: Sie senkten den Wärmeverbrauch, erhöhten jedoch den Strombedarf.
Für die Zukunft plant Offenbach, über den Hessischen Städtetag einheitliche Energiesparvorgaben für ganz Hessen voranzutreiben. Die Vorbereitungen auf die nächste Heizperiode im Herbst 2023 hängen jedoch von der gesamtdeutschen Energielage ab.
Die meisten Krisenmaßnahmen wurden vorerst gestoppt, einige – wie die reduzierte Straßenbeleuchtung – bleiben jedoch erhalten. Offenbachs Erfolg zeigt, wie koordiniertes Handeln Engpässe abmildern kann. Die nächsten Schritte richten sich nach der nationalen Versorgungslage und den laufenden Effizienzbemühungen.






