Tier-Anziehungskraft auf A7: Hunderte Anrufe wegen Hirsch - "Rehné": Ein Hirsch lebt gefährlich nah an der Autobahn A7
Ein junger Hirsch ist seit einiger Zeit eine vertraute Erscheinung in der Nähe der Autobahn A7 bei Soltau. Das Tier, das von Anwohnern "Rehné" getauft wurde, wird bereits seit über zwei Jahren in der Gegend gesichtet. Autofahrer beobachten es häufig beim Grasen nahe der Ausfahrt Soltau-Süd in Richtung Hannover.
Der Hirsch wird auf etwa drei Jahre geschätzt. Im Gegensatz zu den meisten Wildtieren hat er sich an den Lärm und die Bewegung des vorbeifließenden Verkehrs gewöhnt. Meist hält er sich allein auf und war bisher in keine Unfälle verwickelt.
Um die Sicherheit zu erhöhen, werden die Behörden entlang der Autobahn Warnschilder aufstellen. Dies ist Teil einer bundesweiten Entwicklung, da Wildunfälle auf deutschen Straßen zunehmen. Zwischen 2021 und 2025 wurden in der Nähe von Autobahnausfahrten rund 1.200 Zusammenstöße mit Rehen, Damhirschen und anderen Wildtieren registriert.
Als Reaktion darauf wurden in ganz Deutschland Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören 150 neue Wildtierquerungen, Zäune entlang von 500 Kilometern Autobahn sowie sensoraktivierte Warnsignale an 300 besonders gefährdeten Stellen.
Die Anwesenheit des Hirschs unterstreicht die laufenden Bemühungen, wildtierbedingte Unfälle zu verringern. Die Warnschilder bei Soltau sollen sowohl Autofahrer als auch Tiere schützen. Ähnliche Vorsichtsmaßnahmen wurden bereits auf anderen stark frequentierten Strecken in Deutschland umgesetzt.






