18 April 2026, 08:32

SPD will Start-up-Förderung mit 25-Milliarden-Fonds revolutionieren

Alter deutscher Regierungsschatzschein mit rotem Stempel, Text und Zahlen auf altem Papier.

SPD will Start-up-Förderung mit 25-Milliarden-Fonds revolutionieren

Drei Abgeordnete der SPD haben einen Plan vorgelegt, um die deutsche WIN-Initiative auszubauen – einen öffentlich-privaten Fonds, der Investitionen in Start-ups fördern soll. Ihr Vorschlag sieht vor, das Zielvolumen des Programms von 12 Milliarden auf 25 Milliarden Euro bis 2030 zu verdoppeln. Zudem sollen die Regeln für Versicherer und Pensionskassen gelockert werden, damit diese leichter in junge Unternehmen investieren können.

Erstmals berichtet hatte darüber das Handelsblatt; detailliert wird der Plan in einem Positionspapier des Seeheimer Kreises, einer gemäßigteren Strömung innerhalb der SPD. Der Vorstoß erfolgt kurz nach der Bundestagsentscheidung zur Reform der privaten Altersvorsorge und fällt in eine Phase, in der die Partei ein umfassenderes Reformpaket vorbereitet.

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Kernstück des Vorschlags ist ein neuer "Bundesrentenfonds". Dieser könnte bis zu fünf Prozent seines Vermögens in Start-ups oder europäische Unternehmen stecken, die sich auf einen Börsengang vorbereiten. Langfristig soll er die gesetzliche Rente mitfinanzieren, zunächst aber als freiwilliges Produkt für betriebliche und private Altersvorsorgepläne starten.

Die Abgeordneten fordern zudem Forschungs- und Entwicklungssteuergutschriften, um Anreize für junge Unternehmen zu verstärken. Privatinvestoren sollen über neue Tranchen in Dachfonds leichter Zugang zu Wachstumsunternehmen erhalten. Gleichzeitig werden regulatorische Hürden für Versicherer und Pensionskassen abgesenkt, damit sie unkomplizierter in Start-ups investieren können.

Werden die Maßnahmen umgesetzt, könnte die WIN-Initiative ihr ursprüngliches Finanzierungsziel mehr als verdoppeln. Die Reformen würden mehr Kapital in Start-ups lenken und schrittweise ein kapitalgedecktes Modell in das deutsche Rentensystem integrieren. Die weiteren Schritte hängen von den umfassenderen Reformplänen der SPD und der gesetzgeberischen Zustimmung ab.

Quelle