18 April 2026, 06:33

Treibstoffversorgung in Deutschland bleibt stabil – doch Worst-Case-Szenario droht

Eine Balkendiagramm, das die Abhängigkeit der europäischen Länder von russischem Erdgas zeigt, mit Prozentangaben für jedes Land.

Treibstoffversorgung in Deutschland bleibt stabil – doch Worst-Case-Szenario droht

Das deutsche Wirtschaftsministerium hat trotz der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten Bedenken hinsichtlich akuter Treibstoffknappheit heruntergespielt. Die Behörden betonen, die inländische Produktion bleibe stabil, doch Sorgen über mögliche Lieferengpässe bestehen fort, sollte sich die Lage weiter zuspitzen. Die beruhigenden Aussagen der Regierung stehen im Widerspruch zu Warnungen vor einer möglichen Krise bis zum späten Frühling, falls sich die Konflikte verschärfen.

Laut Ministerium bestehe derzeit kein Risiko einer physischen Versorgungslücke. Deutsche Raffinerien produzierten etwas mehr Benzin, als das Land verbrauche, und deckten damit nahezu den gesamten Inlandsbedarf. Auch beim Diesel sei die Versorgung weitgehend gesichert – rund 90 Prozent stammen aus heimischer Produktion.

Ein längerfristiger Verschluss der Straße von Hormus in Kombination mit anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen gilt dem Ministerium als "Worst-Case-Szenario". Ein solches Ereignis könnte zu weitreichenden Störungen in den Lieferketten führen, insbesondere wenn die US-Ölexporte – die etwa zehn Prozent der globalen Nachfrage abdecken – zum Erliegen kämen. Das Ministerium zeigt sich jedoch überzeugt, dass Washington keine Exportbeschränkungen verhängen werde, und verweist auf Zusagen von US-Energieminister Wright und Innenminister Burgum.

Kritiker wie der energiepolitische Sprecher der Grünen, Michael Kellner, hinterfragen die optimistische Haltung der Regierung. Kellner warnt vor möglicher Erpressung durch Donald Trump und befürchtet eine weitere Eskalation, falls der Golfkonflikt anhalte. Die Einschätzung des Ministeriums steht damit im direkten Gegensatz zu früheren Aussagen, die bei anhaltenden Spannungen bereits ab Ende April oder Mai mit Engpässen rechneten.

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Aktuell bleibt die Treibstoffversorgung in Deutschland stabil, gestützt auf eine starke inländische Produktion. Doch die Gefahr größerer Störungen droht, sollte die Straße von Hormus gesperrt werden oder US-Exporte unerwarteten Einschränkungen unterliegen. Die Zuversicht der Regierung kontrastiert damit scharf mit den Warnungen vor einer drohenden Krise, falls sich der Nahostkonflikt weiter hinzieht.

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