16 April 2026, 22:33

Uli Hoeneß greift vegane Ernährung an – und erntet Gegenwind von PETA

Offenes Buch mit verschiedenen Fleischstücken auf schwarzer Oberfläche, mit begleitendem Text und Bildern, die jedes Stück beschreiben.

Uli Hoeneß greift vegane Ernährung an – und erntet Gegenwind von PETA

Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit einer scharfen Attacke auf vegane Ernährung für Aufsehen gesorgt. In einem aktuellen Podcast von Antenne Bayern behauptete er, dass pflanzliche Ernährung langfristig zu gesundheitlichen Problemen führe. Seine Äußerungen lösten eine prompten Reaktion der Tierrechtsorganisation PETA aus.

Hoeneß argumentierte, vegane Ernährung mache die Menschen auf Dauer krank. Zudem warf er Veganern vor, ihre Ansichten militant zu vertreten. Seine Aussagen fallen auf, da er selbst eine Vorgeschichte mit Herzproblemen hat – darunter hoher Blutdruck und medizinische Behandlungen wegen kardiovaskulärer Erkrankungen.

Zahlreiche Studien bringen den Verzehr von Fleisch und Milchprodukten hingegen mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung. Gleichzeitig nimmt der Trend zu pflanzlicher Ernährung seit mindestens 2014 stetig zu – damals hatte der Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, eines führenden Herstellers veganer Wurstwaren, die Entwicklung als zentrale Marktchance hervorgehoben.

Harald Ullmann, stellvertretender Vorsitzender von PETA Deutschland, kritisierte Hoeneß' Aussagen scharf. Die Organisation lud den 72-Jährigen daraufhin ein, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen, das Interessierten den Umstieg auf pflanzliche Ernährung erleichtert. Hoeneß, der für seine deutlichen Meinungen zu verschiedenen Themen bekannt ist, verfügt jedoch über keine medizinische oder ernährungswissenschaftliche Expertise, um seine Behauptungen zu stützen.

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Sein Familienbetrieb HoWe Wurstwaren bleibt indes auf traditionelle Fleischprodukte spezialisiert. Das Unternehmen wird mittlerweile von seinen Kindern geführt: Tochter Sabine fungiert als persönlich haftende Gesellschafterin, während Sohn Florian die alleinige Prokura innehat.

Die Debatte um Veganismus hält an, da immer mehr Menschen aus gesundheitlichen, ethischen und ökologischen Gründen auf pflanzliche Ernährung umsteigen. Hoeneß' Kritik steht dabei im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und Marktentwicklungen – seine Position gerät so zunehmend in Konflikt mit Forschung und Branchenwandel.

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