31 May 2026, 06:29

Von der Kreuzberger Gang zum Star: Tim Raues prägende Jahre bei den "36 Boys"

Promi-Koch Raue: Mein ganzer K├Ârper schreit: Lauf, Lauf, Lauf!

Von der Kreuzberger Gang zum Star: Tim Raues prägende Jahre bei den "36 Boys"

Ein neues Buch erzählt Aufstieg und Fall der „36 Boys“, einer berüchtigten Straßengang aus Berlin-Kreuzberg

Die Gruppe, die Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre aktiv war, zählte zu ihren Mitgliedern auch Tim Raue, der später zu einer bekannten Persönlichkeit wurde. Seine Zeit in der Gang hinterließ Spuren – sowohl körperliche als auch seelische.

Mit 14 schloss sich Raue den „36 Boys“ an, auf der Suche nach Anerkennung und Zugehörigkeit. Die Gang verlangte absolute Loyalität, bewiesen durch eine brutale Aufnahmeritual: drei Minuten lang gegen zwei Mitglieder kämpfen. Raue hielt nicht die volle Zeit durch, trägt aber bis heute eine Narbe im Gesicht davon – ein Mal, das er heute als „Abzeichen des Stolzes“ bezeichnet.

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Schlägereien mit rivalisierenden Banden waren an der Tagesordnung, und Raue gibt zu, oft flüchten gewollt zu haben. Doch Rückzug war keine Option. Trotz seiner Vergangenheit lehnt er Gewalt heute entschlossen ab.

Der Journalist Paul Christoph Gäbler hat die Geschichte der Gang in „36 Boys: Wie eine Kreuzberger Bande zur Legende wurde“ dokumentiert. Das Buch zeichnet ihren Aufstieg nach, ihre Konflikte und die langfristigen Folgen für Mitglieder wie Raue, der die Gruppe mit 16 verließ.

Die „36 Boys“ haben Spuren in der Berliner Geschichte hinterlassen, und ihre Geschichte ist nun in gedruckter Form bewahrt. Raues Weg – von Straßenschlachten bis hin zur radikalen Ablehnung von Gewalt – zeigt, wie prägend frühe Erfahrungen ein Leben beeinflussen können. Das Buch bietet einen schonungslosen Einblick in eine Zeit, in der Straßenloyalität einen hohen Preis hatte.

Quelle