21 March 2026, 08:31

VW plant 35.000 Stellenabbau bis 2030 – doch Kassel bekommt neue Hoffnung

Eine große Volkswagen-Montagehalle mit zahlreichen Autos in verschiedenen Produktionsstadien, Metallstrukturen links und rechts, eine sichtbare Wand im Hintergrund und an der Decke montierte Lampen.

VW plant 35.000 Stellenabbau bis 2030 – doch Kassel bekommt neue Hoffnung

Volkswagen hat weitreichende Veränderungen an seinen deutschen Standorten skizziert, darunter erhebliche Stellenstreichungen bis 2030. Über 7.000 Beschäftigte nahmen an der ersten Betriebsversammlung seit den Tarifverhandlungen im Dezember 2024 teil. Zu den zentralen Ankündigungen gehörten Pläne für ein neues Einstiegsmodell im Elektrosegment sowie Investitionen, um Arbeitsplätze am Standort Kassel zu sichern.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Strategie des Konzerns, bis 2030 rund 35.000 Stellen an seinen sechs deutschen Werken abzubauen. Zwar bleibt die genaue Verteilung der Kürzungen noch unklar, doch am Standort Kassel werden im Juli 2025 vorerst 720 befristete Verträge auslaufen. Trotz der Reduzierungen will das Unternehmen durch die Einführung der neuen SSP-Plattform etwa 3.500 Arbeitsplätze in Kassel langfristig erhalten.

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Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Vorstellung des VW ID. EVERY1, eines günstigen Elektromodells, das 2027 auf den Markt kommen soll. Mit einem Preis von rund 20.000 Euro richtet es sich an preisbewusste Käufer, die auf E-Mobilität umsteigen möchten.

Zudem kündigte Volkswagen an, in den kommenden fünf Jahren 800 Millionen Euro in den Standort Kassel zu investieren. Die Mittel sollen die Entwicklung neuer Produkte vorantreiben und die Wettbewerbsfähigkeit des Werks im sich wandelnden Automobilmarkt stärken.

Die Betriebsversammlung unterstrich Volkswagen ambitionierten Kurs in Richtung Elektromobilität, während gleichzeitig der Strukturwandel in der Belegschaft gestaltet wird. Der Standort Kassel wird zwar Stellenabbau erleben, doch durch Plattform-Upgrades und neue Modelle entstehen auch Perspektiven. Die Investitionen des Konzerns signalisieren den Spagat zwischen Kostensenkung und nachhaltigem Wachstum.

Quelle