15 April 2026, 10:31

Wirtschaftsexperte warnt vor Inflation durch steigende Sprit- und Energiekosten

Liniengraph, der den Verbraucherpreisindex für alle städtischen Verbraucher (ohne Nahrungsmittel und Energie) und den effektiven Federal Funds Rate über die Zeit zeigt, mit Jahren auf der x-Achse und der Inflationsrate auf der y-Achse.

Wirtschaftsexperte warnt vor Inflation durch steigende Sprit- und Energiekosten

Jens Südekum, ein führender Wirtschaftswissenschaftler und Berater von SPD-Finanzminister Lars Klingbeil, hat vor den wirtschaftlichen Risiken gewarnt, die mit der anhaltenden Iran-Krise verbunden sind. Bei seinen Äußerungen zu den steigenden Energiekosten betonte er, dass die Regierung die Verbraucher nicht vollständig vor Preissprüngen abschirmen könne.

Der jüngste Anstieg der Spritpreise – an deutschen Zapfsäulen um 20 Prozent – hat Sorgen vor einer breiteren Inflation und einem verlangsamten Wachstum geschürt. Südekum bezeichnete das kürzlich beschlossene Entlastungspaket für Kraftstoffpreise als angemessene Reaktion auf die aktuelle Lage. Die Maßnahmen seien angesichts des Ausmaßes der Preiserhöhungen verhältnismäßig, machte er deutlich. Gleichzeitig stellte er klar, dass der Staat nicht als allumfassender Schutzschild gegen kleinere wirtschaftliche Erschütterungen oder jede Preiserhöhung fungieren könne.

Falls sich die Krise weiter zuspitze, könnte Deutschland seiner Ansicht nach ein Modell nach luxemburgischem Vorbild in Betracht ziehen, bei dem der Staat die Kraftstoffpreise reguliert. Auf die Frage nach möglichen weiteren Schritten wollte sich Südekum jedoch nicht festlegen und spekulierte nicht über zusätzliche Maßnahmen für den Fall einer Verschlechterung der Lage.

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Über den Kraftstoffsektor hinaus warnte er, dass höhere Energiekosten auch die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben könnten. In Kombination mit dem allgemeinen Inflationsdruck könnte dies das Wirtschaftswachstum in den kommenden Monaten belasten. Die Aussagen des Ökonomen unterstreichen die Grenzen staatlicher Eingriffe, um die Folgen steigender Kosten abzufedern. Angesichts des bereits deutlichen Preisanstiegs bei Sprit rückt nun in den Fokus, wie lange die aktuellen Maßnahmen wirksam bleiben. Die Gefahr einer weiteren Inflation und wirtschaftlicher Belastungen bleibt eine zentrale Sorge.

Quelle