28 June 2026, 04:32

René Benko vor Gericht: Betrugsprozess um Millionen-Verschiebungen bei Signa

Neue Vorwürfe gegen Benko: Hunderte Millionen im Spiel

René Benko vor Gericht: Betrugsprozess um Millionen-Verschiebungen bei Signa

René Benko befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft, während die juristischen Ermittlungen gegen ihn an Fahrt aufnehmen. Am kommenden Donnerstag wird sich der österreichische Oberste Gerichtshof mit den Berufungen in seinem ersten Prozess wegen betrügerischen Bankrotts befassen. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Vorwürfe des Vertrauensbruchs und des Betrugs im Zusammenhang mit Hunderten Millionen Euro.

Ermittlern zufolge fungierte die Signa Prime Selection wie ein finanzieller „Staubsauger“, der Gelder aus anderen Projekten abzog. Besonders unter die Lupe genommen wird die Umleitung von Mitteln aus einer Zahlung in Höhe von 120 Millionen Euro für das Münchner Bahnhofplatz-Projekt. Diese Gelder sollen angeblich genutzt worden sein, um Liquiditätsengpässe innerhalb der Signa Group zu überbrücken und eine Kapitalerhöhung für das Kaufhaus Selfridges zu stützen.

Eine ähnliche Vorgehensweise soll auch bei einer weiteren Transaktion im Zusammenhang mit einem saudischen Staatsfonds angewendet worden sein. Im Rahmen von Benkos privatem Insolvenzverfahren untersucht ein vom Gericht bestellter Verwalter derzeit den Verbleib wertvoller Damenringe. Dies ist bereits das 18. Strafverfahren gegen den Milliardär wegen mutmaßlicher Finanzvergehen.

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Eine Verurteilung im aktuellen Prozess würde Benko erstmals im Zusammenhang mit der Signa-Affäre offiziell zum Häftling machen. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs am Donnerstag könnte den weiteren Verlauf seiner juristischen Auseinandersetzungen prägen. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe, was den Druck durch die zahlreichen laufenden Ermittlungen weiter erhöhen würde. Zudem könnte das Urteil Klarheit über den Verbleib der umgeleiteten Gelder und das Ausmaß der finanziellen Fehlverwaltung bringen.

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