WM-Fieber in Halle 4: Kollegen wetten um Döner, Sprit und sogar Gebete
Klaus TrommlerWM-Fieber in Halle 4: Kollegen wetten um Döner, Sprit und sogar Gebete
Die FIFA-Weltmeisterschaft hat die Halle 4 in ein inoffizielles Wettbüro verwandelt. Kollegen wetten auf die Spiele, wobei die Einsätze von Essen bis hin zu Spritkosten fürs Auto reichen. Die Begeisterung hat sogar zu kreativen Versuchen geführt, die Ergebnisse zu beeinflussen.
Beim Eröffnungsspiel Deutschlands gegen Curaçao bezahlte ein Kollege seiner Tochter 15 Euro, damit sie für einen Sieg betet. Die Mannschaft gewann mit 7:1 – doch Zweifel an der Methode kamen auf, als Franck Ribéry sich verletzte und Frankreich trotz ähnlicher Bemühungen gegen Italien verlor. Seitdem wird hitzig diskutiert, ob Gebete überhaupt Einfluss auf den Ausgang haben, zumal noch nie eine besonders religiöse Nation den Titel geholt hat.
Das Wettfieber ist groß: Bei jedem Spiel werden Dutzende Wetten abgeschlossen. Beim Duell Kroatien gegen Ghana waren es allein 37. Die Einsätze reichen von einem Döner bei Hasan über einen vollen Tank bei Hans bis hin zu vier Sommerreifen von Nedim.
Die WM hat auch den Arbeitsalltag durcheinandergebracht: Niemand nimmt frei, denn die Wetten und die Organisation erfordern volle Aufmerksamkeit. Das Turnier hat in Halle 4 eine lebendige, wettkampfbetonte Stimmung geschaffen. Bei jedem Spiel fliegen die Wetten hin und her, während die Kollegen uneins bleiben, ob Gebete wirklich helfen. Und währenddessen bleibt das Büro voll besetzt – schließlich will niemand eine Minute der Action verpassen.
